
68,8 Mio. Euro KfW-Förderungen für Bauen, Mittelstand und Kommunen im Kreis Nienburg
68,8 Millionen Euro hat die KfW-Bank im ersten Halbjahr 2025 für Projekte von Mittelständlern, privaten Bauherren und Kommunen im Landkreis Nienburg bewilligt. Wie der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig in einer Pressemitteilung berichtet, wurden 431 Anträge positiv beschieden. „Das sind gute Neuigkeiten für die Region“, freut er sich. „Nach den schwachen Zahlen des Vorjahreszeitraums geht es wieder aufwärts!“
„Insbesondere ist eine zunehmende Nachfrage des Mittelstandes nach Förderkrediten für Investitionen in Anschaffungen und laufende Betriebskosten sowie für erneuerbare Energien zu erkennen“, hält Knoerig fest. So erhielten in den vergangenen sechs Monaten immerhin 26 Antragsteller mit einer Gesamtfördersumme von 51 Millionen Euro eine Zusage. Im ersten Halbjahr 2024 waren es lediglich 16 Anträge im Umfang von 2,3 Millionen Euro gewesen.
„Nach der wirtschaftlichen Talfahrt der letzten Jahre ist diese positive Entwicklung bei der Unternehmensförderung ein ermutigendes Zeichen“, so der Abgeordnete weiter. „Denn die Investitionsbereitschaft unserer Wirtschaft ist von entscheidender Bedeutung für den Standort Deutschland. Um diese zu unterstützen, haben wir auf Bundesebene bereits etliche Maßnahmen wie die Reduzierung von Energiekosten, Steuern und Bürokratie angeschoben.“
Im Bereich privater Bauvorhaben ist die Zahl der Anträge von 169 auf 403 und die Gesamtfördersumme von 8,5 auf 13,9 Millionen Euro gestiegen, wobei der Großteil Heizungszuschüsse sind. „Neben dem Bau-Turbo sind wir jetzt dabei, die Förderprogramme der Ampel anzupassen, damit kurz- und mittelfristig mehr gebaut wird“, erklärt der MdB, stellv. Vorsitzender des Bauausschusses.
Als Beispiel nennt er das Programm „Wohneigentum für Familien“: „Nur eine einzige Familie im Landkreis hat im ersten Halbjahr 2025 einen Förderkredit erhalten. Insgesamt wurden seit dem Start des Programms gerade einmal zwölf Familien gefördert. Das ist erschreckend wenig. Darum wurde der Zinssatz nochmals gesenkt, um die Förderung attraktiver zu machen.“
Ferner soll der EH55-Standard für Neubauten kurzzeitig wiederbelebt werden, um bereits genehmigte, aber noch nicht begonnene Projekte umzusetzen.
„Langfristig wollen wir die gesamte Förderung reformieren“, kündigt Knoerig an. „Es soll ein einfaches, übersichtliches Angebot aller Fördermöglichkeiten für die zwei Pfeiler Bauen und Sanieren geben. Ziel ist es, dass junge Familien sich wieder den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen können und wieder mehr Mehrfamilienhäuser für bezahlbares Wohnen gebaut werden.“