Abgeordneter packt im Stall und auf dem Acker mit an

Pressemitteilung des Diepholzer Kreisverbandes des Landvolks Niedersachsen

CDU-Bundestagskandidat Axel Knoerig absolvierte auf Einladung des Landvolkes Diepholz und der Kampagne „Echt grün – Eure Landwirte“ Hofpraktikum / Knoerig: Bürokratie in der der Kritik

Politiker möchten viel bewegen, einen Traktor samt Sämaschine bewegt hatte Axel Knoerig aber zuvor noch nicht. Betriebsleiter Steffen Hoyer gab ihm auf dem vom Landvolk Diepholz organisierten Hofpraktikum nun die Gelegenheit dazu. Nach vielen Besuchen auf landwirtschaftlichen Betrieben eine neue Erfahrung für Knoerig, der seit 8 Jahren für die CDU im Bundestag sitzt und auch für die kommende Wahl antritt. Im Rahmen der Image-Kampagne „Echt grün – Eure Landwirte“ luden Landvolk und Familie Hoyer aus Kuppendorf den Bundestagsabgeordneten zum Praktikum ein. Hoyers betreiben seit mehreren Generationen einen landwirtschaftlichen Betrieb, momentan mit den Schwerpunkten Rindermast, Schweinemast und Biogas, ergänzt durch eine kleine Reitpferdezucht.

Zu dem Hofpraktikum gehörte auch, dass Axel Knoerig die tägliche Arbeit der Landwirte ganz praktisch kennenlernt. So half er beim Füttern der Mastrinder, führte die Pferde auf die Koppel und säte schließlich mit schwerem Gerät Zwischenfrüchte in den Acker. Die für ihn ungewohnte Tätigkeit machte dem Christdemokraten sichtlich Spaß. Souverän steuerte der Bundestagskandidat den großen Schlepper mit der Sämaschine über das Feld. Die von ihm ausgesäten Zwischenfrüchte, eine Mischung mit winterhartem Raps, verbessern den Ackerboden und schützen das Grundwasser, indem Nährstoffe und Stickstoff gebunden werden. 

Neben der handfesten Arbeit ließ sich Axel Knoerig von Steffen Hoyer seinen Betrieb erläutern. Der gelernte Landwirtschaftsmeister nutzte die Gelegenheit, um mit dem Abgeordneten viele Fragen der Landwirtschaftspolitik zu diskutieren. Über das Thema Wolf, bei dem der CDU-Politiker für ein aktives Wolfsmanagement eintritt, bis hin zu Vorgaben zur EU-Agrarförderung, standen einige Punkte auf der Agenda. Kein Verständnis zeigte Axel Knoerig für übermäßige Bürokratie bei der Förderung der Agrarumweltmaßnahmen. Hoyer führte aus, dass einige Landwirte auf sinnvolle Projekte wie Blühstreifen lieber verzichten würden, weil es schon bei Kleinigkeiten, z.B. wenn der Streifen größer ist als angegeben, Kürzungen der Förderung drohen. Knoerig sprach sich dafür aus, hier Vereinfachungen zu schaffen.

Der CDU-Abgeordnete interessierte sich besonders für die Investitionsvolumen, die die Familie Hoyer auf ihrem Hof eingebracht hat, um den Betrieb auf eine gute Basis zu stellen. Zurzeit würden viele Landwirte durch neue gesetzliche Regelungen zu immer neuen Investitionen angetrieben, ohne von den vorangegangenen einen Gewinn erzielen zu können, beschrieb Steffen Hoyer die Situation. „Wenn ein Landwirt investiert, muss er Gewissheit haben, dass er die Investitionen vollumfänglich wirtschaftlich nutzen darf. Das heißt Sicherheit für den Zeitraum der Abschreibung und noch einige Jahre für wirtschaftliche Gewinne“, formulierte Knoerig seine politische Forderung. 

Nach Acker und Stall zeigte Landwirt Hoyer seine Biogasanlage, die Strom und Wärme für 14 Haushalte und landwirtschaftliche Betriebe liefert. Hoyer erläuterte sowohl die „Fütterung“ der Anlage mit Maissilage, Rüben, Mist und Gülle sowie die Vorschriften zum Auffangen von Sickerwasser. Ein Warmwasserspeicher mit einem Volumen von 35.000 Liter sorgt für Versorgungssicherheit für die angeschlossenen Haushalte. Axel Knoerig, der selbst mit einem Elektroauto auf den Hof Hoyer gekommen war, lobte den Beitrag zur Energiewende. Die Bundespolitik sieht er in der Pflicht, die weitere Modernisierung der Landwirtschaft durch Ausbau des Breitbandes und bei der Forschung zu unterstützen. „Präzisionslandwirtschaft zeichnet sich durch Innovation und  technischen Fortschritt aus, was der Bund auch durch Forschungsgelder unterstützen muss“, so Knoerig abschließend. 

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