Abschluss der 5G-Frequenzauktion: „Vollmundigen Ankündigungen müssen Taten folgen!“

Nach fast drei Monaten ist die 5G-Frequenzauktion der Bundesnetzagentur in dieser Woche zu Ende gegangen. Die vier Telekommunikationsunternehmen 1&1 Drillisch, Telefónica, Vodafone und Deutsche Telekom haben Mobilfunkfrequenzen aus den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz ersteigert. Dazu teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig, Berichterstatter für Telekommunikation und digitale Wirtschaft im Wirtschaftsausschuss, mit:

„Im Interesse der Verbraucher wird der Wettbewerb auf dem Markt gestärkt: Seit der Übernahme von E-Plus durch Telefónica in 2014 wird es künftig wieder vier Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland geben. Nach der Ersteigerung der Frequenzen müssen sie jetzt den 5G-Ausbau zügig voranbringen, sobald sie Zugriff auf diese haben. Nun müssen den vollmundigen Ankündigungen der Netzbetreiber auch Taten folgen. Daher macht es wenig Sinn, wenn einzelne von ihnen jetzt die abgeschlossene Auktion kritisieren, nachdem sie freiwillig daran teilgenommen haben und ihnen die Bedingungen im Vorfeld bekannt waren. Direkt vor dem Beginn hatte ja auch das Verwaltungsgericht Köln bestätigt, dass die mit der Auktion verknüpften Versorgungsauflagen für die Bieter angemessen sind. Abgesehen davon hatten sie es selbst in der Hand, die Versteigerung früher zu beenden. Als nächster Schritt muss jetzt der konkrete Ausbau beginnen. Ein hochleistungsfähiges 5G-Netz ist die Grundlage für Zukunftstechnologien, wie das vernetzte Fahren, Telemedizin, Smart Farming oder Industrie 4.0. Ich setze mich dabei für einen gleichwertigen Ausbau in Stadt und Land ein, damit die Wirtschaft und die Bevölkerung überall davon profitieren können und gerade auch die mittelständischen Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Daneben müssen wir aber auch weiter gezielt die Funklöcher und „weißen Flecken“ in strukturschwachen Regionen abdecken. Dazu müssen die Netzbetreiber im ländlichen Raum enger kooperieren, transparente Versorgungskarten liefern und bei Nichterfüllung der Versorgungsauflagen strenger sanktioniert werden. Letztlich wollen wir eine flächendeckende Mobilfunkversorgung in Deutschland erreichen.“