
Anfrage an DB zu Lärmschutz: Planungserlaubnis für Syker und Weyher Abschnitte erteilt
Sieben Kommunen im Wahlkreis von MdB Axel Knoerig können vom freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes profitieren. Allerdings verzögern sich die geplanten Maßnahmen an Schienenwegen aufgrund neuer strengerer Richtwerte. Den neuesten Sachstand zu den betroffenen Städten und Samtgemeinden hat Knoerig jetzt beim DB-Konzernbevollmächtigten für Bremen und Niedersachsen, Ulrich Bischoping, angefragt.
Wie dieser mitteilt, wurden für die Lärmschutzmaßnahmen in Syke und Weyhe inzwischen vom Bundesverkehrsministerium die Planungserlaubnis erteilt und das Schallgutachten in Auftrag gegeben. Bischoping informiert zum zeitlichen Ablauf: „Erste Ergebnisse werden für Ende 2018/Anfang 2019 erwartet.“ Mit der Umsetzung von Maßnahmen sei aber nicht vor dem Jahr 2022 zu rechnen. Es geht hierbei um den Abschnitt 146 an der Strecke Bremen-Osnabrück in folgenden Bereichen: Syke (2,2 km), Syke-Gessel/Barrien (2,8 km) und Syke-Ramminghausen (0,2 km) sowie Weyhe (4,6 km) und Weyhe-Dreye (0,7 km).
Außerdem sind Lärmschutzmaßnahmen in Ortsdurchfahrten der Kommunen Barnstorf, Bassum, Diepholz, Lemförde und Twistringen geplant. Diese liegen in den Streckenbereichen 151 Stemwede - Drebber sowie 152 Barnstorf-Dreeke – Bassum-Bramstedt. Wie Bischoping in seinem Schreiben berichtet, wurde für diese Teilabschnitte bislang noch keine Planungsfreigabe erteilt. Die Erklärung seitens der Deutschen Bahn: Da diese Abschnitte ebenfalls an der Strecke Bremen-Osnabrück liegen und die Maßnahmen „erst nacheinander abgearbeitet werden können“, sei dementsprechend mit einer späteren Umsetzung zu rech-nen. Die einzelnen Streckenabschnitte in den fünf Kommunen sind aufgelistet auf:
Knoerig über die weiteren Vorhaben des Bundes zur Lärmreduzierung an Bahngleisen: „Nachdem die Mittel für das Lärmsanierungsprogramm bereits in 2016 auf 150 Millionen Euro jährlich erhöht wurden, ist im Koalitionsvertrag eine weitere Anhebung der Fördergelder angekündigt. Darüber hinaus sind darin ein Verbot lauter Güterwagen auch auf EU-Ebene und die Entwicklung lärmarmer Güterwagen vorgesehen. An Bahnstrecken sollen zusätzliche Mess-stationen für ein umfassendes Lärm-Monitoring eingerichtet werden. Insgesamt soll der Schienenlärm bis zum Jahr 2020 halbiert werden.“