
Arbeitnehmergruppe im Austausch mit der Diakonie Deutschland
Seit etwas mehr als einem Jahr ist Rüdiger Schuch Präsident der Diakonie Deutschland. In der heutigen, letzten Arbeitnehmergruppensitzung dieser Wahlperiode führte der Pfarrer aus, vor welchen Herausforderungen die Diakonie wie die Wohlfahrtsverbände generell in nächster Zeit stehen.
So machte Schuch auf den jüngst erschienen Armuts- und Schattenbericht und die darin enthaltene Zahl von 17,7 Millionen Menschen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind, aufmerksam. Außerdem appellierte er im Hinblick auf das Bürgergeld auf eine strengere Unterscheidung zwischen Totalverweigerern und Empfängern, die beispielsweise aus psychischen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen könnten. Gleichwohl sei auch er ein Anhänger des Grundsatzes "Fördern und Fordern".
Sorgen bereitet den Wohlfahrtsverbänden die angespannte finanzielle Lage im Bundeshaushalt und bei den Sozialversicherungen. Wichtige Integrations- und Inklusionsprojekte stünde auf der Kippe, im Bereich der Pflege würde der Fachkräftemangel noch als zusätzliche Herausforderung hinzukommen. Außerdem mahnte der aus Nordrhein-Westfalen stammende Diakonie-Präsident an, dass die AfD die Existenz der Freien Wohlfahrt gefährde.
Als Arbeitnehmergruppe und Union sind wir uns der Tatsache bewusst, dass es in den nächsten Jahren vor allen an uns ist, die richtige Balance zwischen einer gesunden Haushaltspolitik und der Förderung der Wohlfahrtsverbände und sozialer Projekte zu finden. Wichtig ist, dass wir mit den Verbänden einen regelmäßigen Austausch pflegen.
Mit Hermann Gröhe, Elisabeth Winkelmeier-Becker, Stephan Stracke und Peter Weiß.