
Austausch mit der Ahmadiyya-Gemeinde Deutschland
Islamistisch motivierte Terroranschläge wie der vor wenigen Monaten in Solingen lassen uns alle fassungslos zurück - und sind für die Ahmadiyya-Gemeinde in Deutschland jedes Mal heftige und traurige Rückschläge. Schließlich lehrt die Religionsgemeinschaft den friedlichen Islam.
Mit Emir Abdullah Uwe Hans Peter Wagishauser und Wahaj Bin Sajid vom Bundesvorstand der Ahmadis sowie dem Berliner Imam Sheraz Rana habe ich mich heute getroffen, um über den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs, insbesondere in der Migrationspolitik, zu unterhalten.
Die Religionsgemeinschaft bedauert die wieder zunehmenden Ressentiments gegenüber dem Islam, auch in Folge des aufgeheizten Nahost-Konfliktes. Für ein besseres, friedliches Miteinander wünschen sich die muslimischen Gemeinden mehr Gehör und Einbindung in die Politik. Dazu, betonten Wagishauser und Bin Sajid, müssten die positiven Aspekte der Integration, zum Beispiel auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, mehr in den Fokus rücken.
Ich nehme aus dem Austausch viele Erkenntnisse für meine Arbeit mit. Schon seit längerem setze ich mich für die Ahmadis ein, die in islamischen Staaten vielerorts verfolgt und vertrieben werden, weil sie per Gesetz nicht als Muslime anerkannt sind. Unter anderem habe ich schon öfters die Ahmadiyya-Gemeinde in der Nasir-Moschee in Stuhr-Brinkum besucht, der übrigens seit kurzem vom Bruder des Berliner Imams, Fraz Ahmad Rana, vorsteht.