
Axel Knoerig trifft Vizeaußenminister von Taiwan - Gespräch zur aktuellen Lage im südpazifischen Raum
Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig hat jetzt den Vizeaußenminister von Taiwan, Dr. Harry Ho-jen Tseng, getroffen. Bei einem Gespräch in Berlin tauschten sich die beiden mit weiteren Teilnehmern über die aktuelle Lage im südpazifischen Raum aus. Derzeit ist die Region geprägt von Spannungen, die unter anderem durch das aggressive Auftreten der Volksrepublik China hervorgerufen werden. Knoerig verwies in einem kurzen Grußwort auch auf die frühere Lage an der deutsch-deutschen Grenze in den Jahren des Kalten Krieges und hoffte auf baldige Entspannung. „Die Lage wird sich erst beruhigen, wenn die Beteiligten wieder bereit sind, aufeinander zuzugehen. Die Kommunikationskanäle müssen offen gehalten werden“, sagte der Parlamentarier.
Zu dem Treffen hatte die Vertretung Taiwans in Deutschland eingeladen. Neben dem Vizeaußenminister und dem Abgeordneten Knoerig nahm auch der höchste Repräsentant Taiwans in Deutschland, Prof. Dr. Jhy-Wey Shieh, teil. Knoerig, der sich auch im Parlamentarischen Freundeskreis Berlin-Taipeh engagiert, machte auf die Bedeutung solcher Treffen aufmerksam: „Die Situation im Südpazifik geht alle demokratischen Staaten der Welt etwas an. Taiwan ist für uns Handelspartner, aber wir fühlen uns der taiwanischen Bevölkerung auch freundschaftlich verbunden. Daher sind mir regelmäßige Treffen mit Vertretern Taiwans wichtig.“
Zum Hintergrund: Die Spannungen zwischen Taiwan und der Volksrepublik China nehmen seit einigen Jahren zu. Von der Volksrepublik China wurde Taiwan, das seit den 1980er Jahren demokratisch ist, nie als Staat anerkannt. Die kommunistische Regierung der Volksrepublik erhebt weiterhin Anspruch auf das Gebiet des Inselstaates. Zuletzt haben die Spannungen zwischen den beiden Staaten zugenommen, weil die Volksrepublik China den Luftraum von Taiwan mehrmals verletzt hat.