Bund fördert Lärmsanierung an Bahnstrecken in Barnstorf, Bassum, Diepholz, Lemförde, Twistringen

In Syke und Weyhe laufen bereits die Vorbereitungen der Deutschen Bahn im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms des Bundes (s. Pressemitteilungen vom 3. April 2017 und 20. Februar 2017). Wie Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig nun mitteilt, sind in weiteren fünf Kommunen seines Wahlkreises Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Auf der Liste der noch zu bearbeitenden Sanierungsbereiche stehen im Streckenabschnitt 151 „Stemwede-Drebber“ die Kommunen Lemförde, Diepholz und Barnstorf sowie im Abschnitt 152 „Barnstorf-Dreeke – Bassum-Bramstedt“ die Kommunen Barnstorf, Twistringen und Bassum.

Der Teilabschnitt 151 umfasst eine Gesamtlänge von 15,5 Kilometern in folgenden Bereichen: Stemshorn, Lemförde, Marl, Hüde-Burlage, Lembruch, Lembruch-Busch, Diepholz-Fladder, Hartlage, Diepholz, Diepholz-Sankt Hülfe, Drebber und Drebber-Uthüserdrebber. Der Lärmsanierungsbereich 152 ist insgesamt 14,1 Kilometer lang mit folgenden Gebieten: Barnstorf-Dreeke, Barnstorf/Eydelstedt, Drentwede, Twistringen-Ridderade, Twistringen-Borwede, Twistringen, Twistringen-Lessenah, Bassum, Bassum-Nienhals und Bassum-Bramstedt.

Wie eine Anfrage Knoerigs zum aktuellen Sachstand der Projekte ergeben hat, soll zunächst der Abschnitt „Barnstorf-Dreeke – Bassum-Bramstedt“ saniert werden. So teilt der DB-Konzernbevollmächtigte für Bremen und Niedersachsen, Ulrich Bischoping, mit, dass der Planungsbeginn voraussichtlich 2018 erfolgen wird. Eine Umsetzung sei daher „frühestens ab 2022 absehbar“. Der Abschnitt „Stemwede – Drebber“ werde im Anschluss daran bearbeitet.

„Die Umsetzung des Lärmsanierungsprogramms hat sich durch die Einführung strengerer Grenzwerte verzögert“, erläutert Knoerig. „Mit dem Bundeshaushaltsgesetz 2016 wurden niedrigere Werte für Schienenwege nahe Wohngegenden, Schulen und Krankenhäusern festgelegt.“ Das Programm für Maßnahmen an Schienenwegen ist eine freiwillige Initiative des Bundes. In 2016 wurden die jährlichen Mittel auf 150 Millionen Euro erhöht. „Bevorzugt ausgewählt werden Gebiete mit besonders hoher Lärmbelastung und vielen Anwohnern“, so der MdB. In Sachen Lärmschutz hat der Bundestag außerdem vor kurzem das Verbot lauter Güterwagen zum Fahrplanwechsel Ende 2020 beschlossen. Im Rahmen der Strategie „Leise Schiene“ soll Eisenbahnlärm bis dahin halbiert werden, u.a. auch durch Förderung der Umrüstung auf moderne Flüstertechnik.