Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“: Über 180 Prämien für heimische Betriebe – Zuschüsse werden verdoppelt

Zur Sicherung von Ausbildungsplätzen wurden im ersten Halbjahr eines neuen Bundesprogramms über 180 Prämien für heimische Betriebe bewilligt. Wie CDU-Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig in einer Pressemitteilung berichtet, können von der Corona-Krise betroffene Unternehmen seit August 2020 Zuschüsse bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen, wenn sie die Zahl ihrer neu eingestellten Auszubildenden konstant halten oder aufstocken oder Lehrlinge aus insolventen Betrieben übernehmen. Jetzt hat das Bundeskabinett beschlossen, das Programm „Ausbildungsplätze sichern“ zu verlängern und die Ausbildungs- und Übernahmeprämien von 2.000 bzw. 3.000 Euro auf 4.000 bzw. 6.000 Euro zu verdoppeln (ab 1. Juni 2021 für das neue Ausbildungsjahr).

„Wie bei allen Corona-Hilfen tauschen wir uns kontinuierlich mit Unternehmern aus den Wahlkreisen aus und haben daher einige Anpassungen vorgenommen“, so Knoerig, Mitglied im Wirtschaftsausschuss. So kann die Übernahmeprämie künftig auch nach pandemiebedingter Kündigung oder Abschluss eines Auflösungsvertrages beantragt werden. Darüber hinaus gibt es zur Vermeidung von Kurzarbeit während einer Ausbildung neuerdings − neben den Zuschüssen zur Ausbildungsvergütung − auch Zuschüsse zur Vergütung der Ausbilder. Alle vorgenannten Leistungen können in Zukunft Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitern beziehen (die bisherige Grenze lag bei 249). Ebenfalls neu: Kleinstunternehmen mit maximal vier Mitarbeitern können einen pauschalen Sonderzuschuss von 1.000 Euro pro Auszubildenden beantragen, wenn sie im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten, ihre Ausbildungstätigkeit aber für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben. Ferner wird die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung attraktiver gestaltet sowie externe Abschlussprüfungsvorbereitungskurse für Azubis mit bis zu 500 Euro bezuschusst.

„Für das Bundesprogramm stehen 500 Millionen Euro in diesem Jahr zur Verfügung“, so Knoerig. „Weitere 200 Millionen Euro sind für 2022 vorgesehen. Wir wollen die Ausbildung junger Menschen in dieser Krise bestmöglich unterstützen, damit sie gut in ihre berufliche Zukunft starten können. Das hilft ebenso den Unternehmen und der Wirtschaft, weil der Nachwuchsbedarf trotz Krise bestehen und der Aufschwung nur mit qualifizierten Fachkräften gelingen wird. Wir stärken daher gerade die kleinen und mittelständischen Betriebe, damit sie trotz schwieriger Umstände weiter ausbilden können.“

Der Abgeordnete, auch Berichterstatter für Arbeit und Soziales, weiter: „Es ist sehr erfreulich, dass in den Landkreisen Diepholz und Nienburg vor allem die Ausbildungsprämie sowie die Ausbildungsprämie plus beantragt wurden. Das bedeutet, dass die Unternehmen sehr bemüht sind, ihr Ausbildungsangebot zu erhalten und sogar noch zu erhöhen.“ So wurden im Zeitraum August 2020 bis Januar 2021 tatsächlich doppelt so viele Prämien für zusätzliche Lehrstellen beantragt. Die meisten Auszahlungen sind bereits erfolgt.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm finden interessierte Unternehmen auf www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern.

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