Bundesverkehrswegeplan steht: 10 Wahlkreisprojekte drin

Der neue Bundesverkehrswegeplan, der insgesamt zehn Projekte aus dem Wahlkreis Diepholz/Nienburg I beinhaltet, steht vor der Fertigstellung. Wie der heimische Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig mitteilt, wurde der finale Sachstand in dieser Woche der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vorgelegt. „Die Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans erfolgt über drei Ausbaugesetze, die im Dezember im Bundestag verabschiedet werden sollen“, erklärt der MdB.

Im „vordringlichen Bedarf“ eingestuft sind die Ortsumgehungen Groß Mackenstedt (B 322), Twistringen (B 51) und Wagenfeld (B 239). „Alle Projekte mit dieser Einstufung werden bis 2030 umgesetzt bzw. begonnen“, erläutert Knoerig. Auch das Vorhaben „B 6 neu“ in Stuhr ist dem „vordringlichen Bedarf“ zugeordnet. Da dieses Bauvorhaben an der Landesgrenze Bremen/Niedersachsen erfolgt, hat Knoerig den niedersächsischen Verkehrsminister Olaf Lies angeschrieben, um nähere Informationen zur Umsetzung zu erfahren. Außerdem hat er den Minister aufgefordert, sich um die Federführung des Gesamtprojektes zu bemühen, da das größere Teilstück im Landkreis Diepholz liegt.

Eingesetzt hat Knoerig sich auch für die Ortsumgehung Barnstorf (B 51), die zunächst im „weiteren Bedarf“ eingestuft worden war. Daher hatte er den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, zu einem Gespräch mit Vertretern von Kommunal- und Landespolitik in den Wahlkreis eingeladen. Ferlemann hatte dazu geraten, sich für eine Aufwertung in den „weiteren Bedarf mit Planungsrecht“ einzusetzen, damit schon mit den Planungen vor Ort begonnen und eine mittelfristige Realisierung sichergestellt werden könne. Dank gemeinsamer Anstrengungen von Politik und Bevölkerung wurde das Barnstorfer Projekt inzwischen erfolgreich aufgewertet.

Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Volker Meyer hat Knoerig sich ebenso für eine Aufwertung der Syker Ortsumgehung eingesetzt, die im „weiteren Bedarf“ eingeordnet ist. „Aufgrund des relativ frühen Planungsstandes und der relativ hohen Kosten bleibt es derzeit bei dieser Einstufung“, erklärt der MdB. „Wir werden uns aber weiter für eine schnellere Umsetzung des Projektes stark machen. Alle fünf Jahre sollen die Projekte im Bundesverkehrswegeplan hinsichtlich der aktuellen Verkehrsentwicklung überprüft werden.“

Auch in den „weiteren Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wurden die Ortsumgehungen Rehden/Wetschen (B 214) und Borstel (B 214), das Projekt B 322/B 439 südlich Heiligenrode sowie das Autobahndreieck Stuhr mit der Anschlussstelle Bremen/Brinkum.