Chinesische Luftwaffe dringt in Luftraum Taiwans ein

Während eines zweitägigen Militärmanövers am 9. und 10. September 2020 drangen Flugzeuge der chinesischen Volksbefreiungsarmee in den Luftraum Taiwans ein. Seit der Präsidentschaft von Xi Jinping treten die chinesischen Streitkräfte aggressiver in der gesamten Region des Südchinesischen Meeres auf. „Das Eindringen in fremde Hoheitsgebiete birgt eine enorme Gefahr für Frieden und Stabilität. Nachdem die Chinesen 2019 nahe Taiwans sogar eine Invasion mit amphibischen Einheiten übten, ist das eine überaus beunruhigen-de Entwicklung“, so der heimische Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig, der auch Mitglied des Parlamentarischen Freundeskreises Berlin-Taipeh ist, in einer Pressemitteilung.

Jährlich übergibt das Pentagon dem US-Kongress einen Bericht über die militärischen und sicherheitsrelevanten Entwicklungen hinsichtlich der Volksrepublik China. 2019 wurde die jüngste Version veröffentlicht, in dem die Bedeutung des Südchinesischen Meeres für die Weltwirtschaft beleuchtet wird. So werden über 80 Prozent des Rohöls für Japan, Südkorea und Taiwan über diese Seestraße transportiert.

Taiwan seit 1949 eigenständig regiert

Nachdem die Kommunisten im Chinesischen Bürgerkrieg 1949 gewannen, zogen sich die unterlegenen Kuomintang auf die Insel Taiwan zurück. In den 1980ern leiteten sie die Demokratisierung des eigenständig regierten Landes ein. Aus Sicht der chinesischen Führung gehört Taiwan allerdings zur Volksrepublik China. Eine Wiedervereinigung mit militärischen Mitteln zieht die Volksrepublik ausdrücklich mit in Betracht.

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