
Erfahrungsbericht von Praktikantin Katharina Gerding aus Eydelstedt
„Ein Praktikum im Bundestag ist alles, nur nicht langweilig!“
Mein Name ist Katharina und ich habe in den letzten zwei Wochen im Bundestagsbüro von Axel Knoerig ein Schülerpraktikum gemacht. Was alles passiert ist, wenn ich getroffen habe und was die Highlights waren, könnt ihr hier nachlesen.
Ich habe schon früh beschlossen, was ich später einmal machen möchte, nämlich mich für die Menschen auf der Welt und die Umwelt unseres Planeten einzusetzen. So habe ich dann im Alleingang begonnen, mich mit Politik, Umwelt und Krisen in der Welt zu beschäftigen, und im Zusammenhang mit einem zweiwöchigen Schülerpraktikum mich bei mehreren Bundestagsbüros beworben. Ich bekam mehrere Zusagen und entschied mich nach Beratung mit meiner Mutter für das Büro von Axel Knoerig. Ich bin nun seit dem 04.02. jeden Morgen ab 09:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr im Büro und habe sogar an meinem letzten Tag noch etwas Neues über die Arbeit der Abgeordneten gelernt.
Meine Aufgaben waren zum Beispiel das Recherchieren eines bestimmten Themas, das Zusammenfassen von Texten oder das Schreiben von Berichten wie einem Dossier zum Abschlussbericht der Kohlekommission. Am Mittwoch der ersten Woche war die Christian-Hülsmeyer-Schule aus Barnstorf mit einer Gruppe da. Die meisten der Schüler kannte ich persönlich und konnte so viel mit ihnen über meine Aufgaben als Praktikantin im Bundestag reden.
Auch in meiner zweiten Woche habe ich viel getan. So bin ich auf mehreren Sitzungen gewesen (z.B. bei der Projektgruppe 1 und der dazugehörigen öffentlichen Enquete-Sitzung), habe vielen Abgeordneten beim Diskutieren und Abstimmen zugesehen und war bei einem Treffen für das neue Projekt zur East Side Gallery. Zwischendurch hatte ich Zeit, Herrn Knoerig einige Fragen zu Themen wie Zukunftsperspektive für Deutschland, persönliche Meinung zum Klimawandel und Kohleausstieg zu stellen, die er mir alle beantwortet hat.
Am Dienstag hatte ich eines der Highlights meines Praktikums: Fotos mit bekannten Politikern der CDU/CSU-Fraktion, unter anderem Bundesministerin Ursula von der Leyen und Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich. Ein weiteres Highlight war für mich die Diskussion zum Abschlussbericht der Kohlekommission während der Sitzung am Donnerstag im Plenarsaal. Da ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe und mich selber für einen früheren Kohleausstieg einsetze, hat es mich umso mehr gefreut, dass ich den Positionen und Argumenten der einzelnen Parteien zuhören konnte.
Die Tage eines Abgeordneten sind lang und anstrengend. Vieles muss man wissen und man braucht die Hilfe der Mitarbeiter, um die vielen Themen zu recherchieren. Das System der Regierung ist komplex, viele Vorgänge brauchen unglaublich viel Zeit und die Diskussionen der Parteien können sich weit hinauszögern.
Mein Fazit: Das Praktikum war für mich eine große Bereicherung. Vieles, was in der Politik passiert, kann ich jetzt besser nachvollziehen. Ich würde das Praktikum jedem weiter empfehlen, der sich für Politik interessiert oder auch nur die Komplexität des politischen Systems in Deutschland verstehen möchte. Es lohnt sich wirklich sehr!