Erwerbsminderungsrente wird weiter aufgestockt

Knoerig begrüßt Kabinettsbeschluss zur Verlängerung der Zurechnungszeit - gilt auch für Landwirte

Das Bundeskabinett hat in dieser Woche eine Aufstockung der Erwerbsminderungsrente beschlossen. Dazu teilt der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig in einer Presseerklärung mit: „Ich freue mich, dass die Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente ab 2018 verlängert werden soll. Vorgesehen ist eine schrittweise erfolgende Verlängerung bis 2024. Rentenansprüche werden dann nicht mehr wie bisher zum 62. Lebensjahr hochgerechnet, sondern künftig bis zum Alter von 65 Jahren. Diese Verbesserung soll ebenso in der Alterssicherung der Landwirte eingeführt werden.“

Jährlich müssen ca. 170.000 Menschen in Deutschland frühzeitig in Rente gehen, weil sie krankheitsbedingt nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten können. „Die angesammelten Rentenpunkte reichen beim Eintritt in die Erwerbsminderungsrente oft nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern“, erklärt Knoerig, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. „Damit nicht zusätzlich die Grundsicherung beantragt werden muss, wurde bereits im Rentenpaket 2014 der Zurechnungszeitraum um zwei Jahre verlängert. Mit dieser weiteren Steigerung passen wir nun die Erwerbsminderungsrente so weit an, dass sie mit dem Rentenanspruch ab 65 Jahren bei einer gleichbleibenden Berufstätigkeit vergleichbar ist.“

Knoerig, Mitglied im Bundesvorstand der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), macht ferner darauf aufmerksam, dass seit 2014 bereits eine neue Berechnungsgrundlage für die Erwerbsminderungsrente gilt: „Ursprünglich wurde der Durchschnittsverdienst während des gesamten Erwerbslebens herangezogen. Inzwischen kann der Verdienst der letzten vier Jahre vor Erwerbsminderung aus der Rentenberechnung herausgenommen werden, wenn dieser niedriger ausfällt. Denn Beschäftigungsbrüche oder Teilzeitarbeit kommen aufgrund von Krankheit häufig vor.“ Die sogenannte „Günstiger-Prüfung“ wird durch die Deutsche Rentenversicherung ausgeführt.

Das neue Gesetz zur Erwerbsminderungsrente wird voraussichtlich im Frühjahr im Deutschen Bundestag beraten und soll bis zum Sommer verabschiedet sein.