
Fördermittel für privates Bauen im Landkreis Nienburg sinken weiter
Die Fördermittel für privates Bauen im Landkreis Nienburg sinken weiter: Während im vergangenen Jahr 27,1 Mio. Euro von der KfW-Bank bewilligt wurden, waren es in 2023 immerhin noch 28 Mio. Euro gewesen. Zum Vergleich: Unter der unionsgeführten Bundesregierung waren es in den Jahren 2020 und 2021 sogar 61 bis 65 Mio. Euro für private Bauprojekte im Kreis. Das berichtet der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig in einer Pressemitteilung zu den nun veröffentlichten KfW-Zahlen des Jahres 2024.
„Insbesondere das Ampel-Programm ‚Wohneigentum für Familien‘ ist ein echter Rohrkrepierer“, so der Abgeordnete, stellv. Mitglied im Bauausschuss des Deutschen Bundestages. „Gerade einmal elf Familien im Landkreis haben bisher eine Zusage bekommen. Und das sind lediglich Kredite, keine Zuschüsse wie beim Baukindergeld, mit dem wir als Union in der letzten Wahlperiode insgesamt 811 Familien im Kreis mit 17,7 Mio. Euro unterstützt haben.“
Nach wie vor gut angenommen wird das langjährig bewährte KfW-Wohneigentumsprogramm: Im Nienburger Kreisgebiet wurden 81 private Anträge im Volumen von sieben Mio. Euro bewilligt (für 88 Wohneinheiten). Auch das beliebte Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“, das von der Ampel zwischenzeitlich gestoppt worden ist, wurde gut nachgefragt: Im Jahr 2024 gab es 46 Zuschüsse im Gesamtumfang von 100.000 Euro. „Leider gibt es diese Zuschüsse inzwischen nicht mehr, sondern nur noch Kredite und diese unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel“, informiert Knoerig.
Der Abgeordnete weiter: „Auch wenn wir als Union das Heizungsgesetz ablehnen und im Falle einer Regierungsbeteiligung abschaffen wollen, begrüße ich es dennoch, dass die Bürger und Unternehmen Gebrauch von dem bestehenden Angebot der Heizungsförderung machen. Wir setzen allerdings auf Technologienoffenheit und wollen den Leuten nicht bürokratisch bis in den Heizungskeller hineindirigieren.“ So wurden rund 370 Anträge von Privatpersonen und Unternehmen im Umfang von 5,3 Mio. Euro bewilligt.
Insgesamt wurden 608 Anträge von Privatleuten, Mittelständlern und Kommunen in Höhe von 39,1 Mio. Euro in 2024 genehmigt. Davon gingen 8,3 Mio. an kleine und mittlere Unternehmen für 48 Vorhaben (darunter 37 KMU-Förderkredite).