
Gespräch mit Ahmadiyya zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen
Heute habe ich in meinem Berliner Abgeordnetenbüro den Bundesvorsitzenden der Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland, Abdullah Uwe Wagishauser, sowie Scharjil Khalid, Imam und Beauftragter der Gemeinde bei der Bundesregierung, empfangen.
Die Ahmadiyya-Gemeinde, die auch mit einer Moschee in Stuhr-Brinkum in meinem Wahlkreis vertreten ist, steht seit vielen Jahren für Frieden, Verständigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Im Mittelpunkt unseres Gesprächs standen aktuelle Herausforderungen: So erleben viele Muslime in Deutschland derzeit aufgrund des Nahostkonflikts zunehmend Ressentiments innerhalb unserer Gesellschaft. Die Ahmadiyya-Gemeinde setzt sich daher umso stärker dafür ein, das Friedenspotenzial des Islam sichtbar zu machen und den Dialog zu fördern.
Auch die aktuelle Lage in der Migrationspolitik, insbesondere die geplante nationale Umsetzung des reformierten Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), kam zu Sprache. Verfolgte Muslime – etwa aus Pakistan – äußern Sorge, dass sich ihre Schutzmöglichkeiten verschlechtern könnten. Hier sind innerhalb des Gesetzgebungsprozesses Sensibilität und Augenmaß gefragt.
Ich unterstütze die Ahmadis, die in islamischen Staaten vielerorts verfolgt und vertrieben werden, weil sie per Gesetz nicht als Muslime anerkannt sind, schon seit einigen Jahren. Mehrfach habe ich ihre Moschee in Stuhr besucht, weil ich den Beitrag der Gemeinde zu Toleranz und Integration schätze. Der offene Austausch mit allen Religionsgemeinschaften bleibt mir ein wichtiges Anliegen.