Gespräch zu Krebsberatungsstellen im Bundesgesundheitsministerium

Vertreter aus Barnstorf nach Berlin eingeladen

Zu einem Fachgespräch über die Zukunft der Krebsberatungsstellen hatte der hiesige Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig (r.) zwei Vertreter aus Barnstorf nach Berlin eingeladen. Gestern empfing die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Weiß (2.v.r.) den Abgeordneten mit Johann Knake, dem Vorsitzenden des Vereins IGEL, und Jennifer Hamade, der Leiterin der psychosozialen Krebsberatung, im Bundesgesundheitsministerium.

Wie die Staatssekretärin berichtete, wird derzeit der Gesetzentwurf zur weiteren Finanzierung der Krebsberatungsstellen vorbereitet. Es stehe inzwischen fest, dass es bei der Förderung zu einer Mischfinanzierung von Bund und Län-dern kommen werde. „Es sind verschiedene Träger aus Gesundheit und Soziales, wie gesetzliche Krankenversicherung und Rentenversicherung, daran beteiligt“, erläutert Knoerig, der sich seit langem für den Erhalt der Krebsberatungsstelle im Landkreis Diepholz einsetzt und dazu u.a. den vormaligen Bundesgesundheitsminister Gröhe nach Barnstorf geholt hatte. „Alle Beteiligten arbeiten mit Hochdruck daran, dass das neue Gesetz zum Jahresanfang 2020 in Kraft treten kann. Nicht nur für die Patienten, sondern auch für ihre Angehörigen ist diese Beratung sehr wichtig.“

Aktuell wird die Krebsberatungsstelle im Mehrgenerationenhaus Barnstorf - als einzige im ländlichen Raum – von der Stiftung Deutsche Krebshilfe gefördert. Diese übernimmt mit den Personalkosten den Großteil der Ausgaben, während der Landkreis die Sachkosten (17 Prozent) trägt. In 2018 betrug das Gesamtbudget ca. 190.000 Euro.