Knoerig erkundigt sich bei Deutscher Bahn: Gutachten für Lärmsanierung in Weyhe ausgeschrieben
Auch die Gemeinde Weyhe steht mit zwei Streckenabschnitten im Lärmsanierungsprogramm des Bundes. Daher hat sich der heimische Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig bei der Deutschen Bahn AG nach dem aktuellen Sachstand erkundigt. Wie der Konzernbevollmächtigte für Bremen und Niedersachsen, Ulrich Bischoping, nun mitteilt, werde für das Lärmsanierungsvorhaben Weyhe/Dreye zurzeit das Schallgutachten ausgeschrieben. „Dessen Ergebnis bildet die Grundlagen für die konkrete Planung der erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen, die im Anschluss umgesetzt werden“, so Bischoping in seinem Antwortschreiben. „Aufgrund dieser zeitlichen Abfolge ist mit einer Realisierung nicht vor 2021/2022 zu rechnen.“
Wie der Konzernbevollmächtigte bereits zum Stand der Lärmsanierung in Syke mitgeteilt hatte, hat sich die Umsetzung des Programmes durch die Einführung neuer Grenzwerte verzögert. Knoerig erklärt: „Mit dem Bundeshaushaltsgesetz 2016 wurden strengere Werte für Schienenwege nahe Wohngegenden, Schulen und Krankenhäusern festgelegt.“ Das hat eine Überarbeitung der laufenden Vorhaben erforderlich gemacht. Auf der Liste des Lärmsanierungsprogramms stehen an der Strecke Bremen-Osnabrück unter dem „Abschnitt 146“ die beiden Teilstrecken Weyhe (4,6 km) und Weyhe-Dreye (0,7 km).
Das Lärmsanierungsprogramm für Maßnahmen an Schienenwegen ist eine freiwillige Initiative des Bundes. In 2016 wurden die jährlichen Mittel auf 150 Millionen Euro erhöht (Start in 1999 mit 50 Millionen). In Kooperation mit der Deutschen Bahn ist die Sanierung von 3.700 Kilometern Strecke bundesweit vorgesehen, wovon rund 40 Prozent fertiggestellt sind. „Bevorzugt ausgewählt werden Gebiete mit besonders hoher Lärmbelastung und vielen Anwohnern“, erläutert Knoerig.
In Sachen Lärmschutz hat der Bundestag außerdem in der letzten Sitzungswoche das Verbot lauter Güterwagen zum Fahrplanwechsel Ende 2020 beschlossen. Im Rahmen der Strategie „Leise Schiene“ soll Eisenbahnlärm bis dahin halbiert werden, u.a. auch durch Förderung der Umrüstung auf moderne Flüstertechnik sowie durch Investitionen in Lärmschutz an Strecken.