Knoerig fragt bei Deutscher Bahn nach: Gutachten zum Lärmschutz in Syke auf 2017 verschoben

Die Erstellung eines Lärmschutz-Gutachtens der Deutschen Bahn AG für drei Syker Bereiche, ursprünglich vorgesehen für 2016, musste verschoben werden. Das hat der Konzernbevollmächtigte für Bremen und Niedersachsen, Ulrich Bischoping, dem hiesigen Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig auf Anfrage mitgeteilt. Die Umsetzung des Lärmsanierungsprogrammes habe sich aufgrund der Einführung neuer Grenzwerte verzögert. Unter „großem Aufwand“ sei die Überarbeitung zahlreicher laufender Vorhaben notwendig geworden. Bischoping sicherte zu, dass das Schallgutachten nun in diesem Jahr erstellt werden solle.

Auf der Liste des Lärmsanierungsprogramms stehen drei heimische Bereiche an der Strecke Bremen-Osnabrück unter dem „Abschnitt 146“: Syke (2,2 km), Syke-Gessel/Barrien (2,8 km) und Syke-Ramminghausen (0,2 km). Frühere Anfragen des Bundestagsabgeordneten an die DB AG hatten ergeben, dass mit einem Baubeginn nicht vor 2020 zu rechnen sei.

Das Lärmsanierungsprogramm für Maßnahmen an Schienenwegen ist eine freiwillige Initiative des Bundes. In 2016 wurden die jährlichen Mittel auf 150 Millionen Euro erhöht (Start in 1999 mit 50 Millionen). In Kooperation mit der Deutschen Bahn ist die Sanierung von 3.700 Kilometern Strecke bundesweit vorgesehen, wovon rund 40 Prozent fertiggestellt sind. „Bevorzugt ausgewählt werden Gebiete mit besonders hoher Lärmbelastung und vielen Anwohnern“, erläutert Knoerig. „Nach dem Gutachten werden zwecks weiterer Vorbereitung die Planungen der Maßnahmen erstellt und die voraussichtlichen Kosten ermittelt.“

Mit dem Bundeshaushaltsgesetz 2016 wurden die Grenzwerte für Lärmsanierung gesenkt. Die strengeren Werte für Schienenwege nahe Wohngegenden, Schulen und Krankenhäusern sind unter dem folgenden Link zu finden:

http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LA/laermvorsorge-und-laermsanierung.html

In Sachen Lärmschutz hat das Bundeskabinett außerdem das Verbot lauter Güterwagen zum Fahrplanwechsel Ende 2020 beschlossen. Im Rahmen der Strategie „Leise Schiene“ soll Eisenbahnlärm bis dahin halbiert werden, u.a. auch durch Förderung der Umrüstung auf moderne Flüstertechnik sowie durch Investitionen in Lärmschutz an Strecken.

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