Knoerig spricht im Wirtschaftsausschuss zu Fracking

„Erdgas zur Versorgungssicherheit noch länger gebraucht“

Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig sprach gestern im Ausschuss für Wirtschaft und Energie zu zwei Anträgen der Grünen und der Linken, die ein Verbot der Fracking-Technologie bei der Erdgasförderung fordern. Er ging dabei schwerpunktmäßig auf den Antrag der Grünen mit dem Titel „Fracking verbieten und keine Erdgasbohrungen in Schutzgebieten zulassen“ ein. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, eine Strategie zur Senkung des Gasverbrauchs in Deutschland vorzulegen. „Damit würde das Gesetzespaket zum Fracking von 2017 wieder aufgeschnürt, wozu keinerlei Anlass besteht“, kritisiert Knoerig. Auch für weitere Einschränkungen bei der Erdgasförderung sieht er keinen Grund, zumal der Deutsche Bundestag das Verbot des sog. unkonventionellen Frackings in 2021 überprüfen und aller Voraussicht nach aufrechterhalten wird.

Knoerig kommentiert: „Wir brauchen Erdgas noch für längere Zeit, um die Versorgungssicherheit angesichts des Ausstiegs aus der Atom- und Kohleenergie zu gewährleisten. Die Grünen verkennen hier den Sachstand, dass Erdgas als fossiler Brennstoff eine Brückentechnologie zu weniger Emissionen ist. Erdgas ist zudem für die Grundlast wichtig, d.h. für den Grundbedarf an Strom, der kontinuierlich nachgefragt wird. Insofern ist der von den Grünen auch im Rahmen des Klimaschutzgesetzes geforderte schnelle Ausstieg aus dem Kohlestrom völlig unrealistisch und verantwortungslos.“

95 Prozent der Erdgasförderung in Deutschland findet in Niedersachsen statt. Es handelt sich dabei ausschließlich um Sandsteingasförderung. Bei etwa einem Viertel der Projekte wird seit über 60 Jahren die konventionelle Fracking-Technologie eingesetzt.