
Knoerig tauscht sich mit Forstverband der Grafschaften Diepholz und Hoya aus
Heute habe ich Gäste vom Forstverband der Grafschaften Diepholz und Hoya in der Kreisgeschäftsstelle in Bassum empfangen.
Mit dem Verbandsvorsitzenden Andreas Schütze, Geschäftsführer Jannik Schaffer sowie Vorstandsmitglied Jens Schwichtenberg habe ich mich über die Pläne der Bundesregierung zum Bundeswaldgesetz ausgetauscht.
Der heimische Forstverband, in dem 1500 Mitglieder mit einer Mitgliedsfläche von etwa 11.000 Hektar beheimatet sind, tritt insbesondere als Dienstleister für die privaten Waldbesitzer auf. In Deutschland haben rund 800.000 Wälder einen Eigentümer, nur knapp die Hälfte dieser Wälder liegt dabei in kommunaler oder staatlicher Hand.
Die Verantwortlichen vom Forstverband sehen die Vorstellungen der Ampel, die beim Wald vor allem das Ökosystem und erst nachgelagert die Bewirtschaftung der Wälder in den Fokus rückt, kritisch. Diese Sorgen kann ich vollumfänglich teilen. Es drohen nämlich mehr Umweltauflagen, während zum Beispiel die Bedeutung des Rohstoffs Holz als CO2-Speicher und Energielieferant in Form von Pellets im Gesetzesentwurf kaum Erwähnung findet.
Natürlich muss man dem Klimawandel Rechnung tragen. Dabei ist es aber wichtig, die Fachleute mitzunehmen und nicht gegen sie zu arbeiten, indem man die Wald- und Holzwirtschaft links liegen lässt. Ohne sie findet keine professionelle Bewirtschaftung der Wälder statt. Das bedeutet, dass viel Geld in die Hand genommen werden müsste für den Kampf gegen den Borkenkäfer, das Holzschlagen bzw. die Aufforstung und Pflege der Wälder.
Wie wichtig Expertise ist, zeigt sich bei mir im Wahlkreis zum Beispiel in den Erdmannwäldern, die dank der engagierten Förster für Wirtschaft und Umwelt einen wichtigen Faktor darstellen. Die rund 2000 Hektar große Fläche zwischen Bassum und Sulingen wurde 2022 sogar als Waldgebiet des Jahres ausgezeichnet.
Vermutlich im Herbst soll die Gesetzesreform durch den Bundestag gehen. Während die Grünen Urwälder wollen, wollen wir als Union und Forstwirtschaft die Erdmannwälder als Vorbild für ganz Deutschland. Dafür werde ich mich im weiteren Gesetzesprozess einsetzen!