Knoerig trifft Kreye zu Wagenfelder Ortsumgehung - Lies sieht Planungsbeginn erst im Jahr 2025/26

Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig besucht in diesen Tagen mehrere Bürgermeister in seinem Wahlkreis, um mit ihnen über heimische Projekte im neuen Bundesverkehrswegeplan zu sprechen. Er traf sich dabei bereits mit Bürgermeister Matthias Kreye im Wagenfelder Rathaus, um das weitere Vorgehen bezüglich der geplanten Ortsumgehung zu erörtern. An dem Gespräch nahmen auch der Leiter des Fachbereichs Bauen der Gemeinde Wagenfeld, Bruno Hartwig, sowie die Vorsitzenden von Vorstand und Fraktion des CDU-Gemeindeverbandes, Stephan Kawemeyer und Thorsten Weghorst, teil. Bundestagsabgeordneter Knoerig fasste eingangs die wichtigsten Fakten zu dem Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 zusammen. So ist die Ortsumgehung als 4,2 Kilometer langer, zwei-streifiger Neubau mit ca. 11,2 Millionen Kosten eingeplant. „Da das Vorhaben im ‚vordringlichen Bedarf‘ eingestuft wurde, ist es für eine Umsetzung freigegeben“, hielt Knoerig fest. „Das Land Niedersachsen kann nun die Trassenauswahl nach Rücksprache mit dem Bundesverkehrsministerium vornehmen. Danach könnte das Raumordnungsverfahren durch die Landesverkehrsbehörde beginnen.“ Allerdings hat eine Anfrage des Bundestagabgeordneten an den SPD-Landesverkehrsminister Olaf Lies ergeben, dass zunächst andere niedersächsische Projekte umgesetzt werden sollen: „Das Land muss Prioritäten setzen“, so Lies in seinem Antwortschreiben. Aufgrund begrenzter Ressourcen sei der Planungsbeginn für die Wagenfelder Ortsumgehung innerhalb der nächsten zehn Jahre vorgesehen: „Für die OU Wagenfeld soll dies nach derzeitiger Disposition im Jahr 2025/2026 konkret geprüft werden.“

Knoerig stellte heraus: „Man muss hier deutlich machen: Vorgesehen ist nicht der Baubeginn, sondern gerade einmal der Planungsbeginn in frühestens acht bis neun Jahren! Dabei haben wir volle Finanzhaushalte in Bund und Land. Angesichts dieser Tatsache können bewilligte Verkehrsprojekte doch nicht derartig ausgebremst werden. Das Land muss dringend seine Organisations- und Planungsstruktur optimieren. Zu bedenken ist auch: Wenn die Planungen bis kurz vor Auslaufen des Bundesverkehrswegeplans 2030 zurückgestellt werden, könnte das Projekt ggf. aufgrund mangelnder Vorbereitungen im nächsten Plan herabgestuft werden. Soweit dürfen wir es keinesfalls kommen lassen!“

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