Knoerig trifft Schlake zu Twistringer Ortsumgehung - Lies sieht Planungsbeginn erst im Jahr 2022/23

Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig besucht in diesen Tagen mehrere Bürgermeister in seinem Wahlkreis, um mit ihnen über heimische Projekte im neuen Bundesverkehrswegeplan zu sprechen. Er traf sich dabei bereits mit Bürgermeister Martin Schlake im Twistringer Rathaus, um das weitere Vorgehen bezüglich der geplanten Ortsumgehung zu erörtern. An dem Gespräch nahmen auch Landtagsvizepräsident Karl-Heinz Klare, Landtagskandidat Marcel Scharrelmann, CDU-Kreisgeschäftsführer Hans-Ulrich Püschel sowie von der örtlichen CDU Fraktionschef Bernhard Kunst und Vorsitzender Frank Hömer teil.

Im Rahmen des Gesprächs stellte der Bürgermeister die geplante Trassenführung vor, die westlich von Twistringen verlaufen soll. Bundestagsabgeordneter Knoerig fasste die wichtigsten Fakten zu dem Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 zusammen: So ist die Ortsumgehung als 7,7 Kilometer langer, dreistreifiger Neubau mit ca. 25,5 Millionen Kosten eingeplant. „Da das Vorhaben im ‚vordringlichen Bedarf‘ eingestuft wurde, ist es für eine Umsetzung freigegeben“, hielt Knoerig fest. „Das Land Niedersachsen kann nun die Trassenauswahl nach Rücksprache mit dem Bundesverkehrsministerium vornehmen. Danach könnte das Raumordnungsverfahren durch die Landesverkehrsbehörde beginnen.“

Allerdings hat eine Anfrage des Bundestagabgeordneten an den SPD-Landesverkehrsminister Olaf Lies ergeben, dass zunächst andere niedersächsische Projekte umgesetzt werden sollen: „Das Land muss Prioritäten setzen“, so Lies in seinem Antwortschreiben. Aufgrund begrenzter Ressourcen sei der Planungsbeginn für die Twistringer Ortsumgehung innerhalb der nächsten zehn Jahre vorgesehen: „Für die OU Twistringen soll dies nach derzeitiger Disposition im Jahr 2022/2023 konkret geprüft werden.“

Bürgermeister Martin Schlake zeigte sich erstaunt darüber, dass die Planung vom Land Niedersachsen auf die lange Bank geschoben werden soll. Knoerig stellte heraus: „Wir haben volle Finanzhaushalte in Bund und Land. Es kann nicht sein, dass bewilligte Verkehrsprojekte so ausgebremst werden. Das Land muss in diesem Bereich seine Organisations- und Planungsstruktur dringend optimieren!“