Knoerig und Kuban besuchen WestWind Energy in Kirchdorf

Wind und Wasserstoff für die Zukunft der Region

Zwei aktuelle Anliegen hatte das Kirchdorfer Unternehmen WestWind Energy zu energiepolitischen Themen. Deshalb besuchte der hiesige Abgeordnete Axel Knoerig, Mitglied im Wirtschafts- und Energieausschuss des Bundestages, heute die Firma in seinem Wahlkreis. Dabei brachte er den Europakandidaten Tilman Kuban als Fachmann für europarechtliche Fragen mit. Ebenso nahm der örtliche CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Thiermann an dem Treffen teil. Empfangen wurden die drei Politiker von den geschäftsführenden Gesellschaftern Gerard Meindertsma und Jörg Osterholz sowie den zuständigen Projektleitern Christian Meindertsma und Gerrit Bokelmann.

Im Gespräch ging es zunächst um den Bau von Windenergieanlagen. Angesichts einer geplanten Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien von 37 auf 65 Prozent am Gesamtstrom bis zum Jahr 2030 wird die Windenergie weiterhin eine wesentliche Rolle spielen. „Hierbei brauchen wir vernünftige Kompromisse, was die Einbindung in die jeweiligen Regionen betrifft“, machte Knoerig deutlich. „Dazu gehören transparente Beteiligungsverfahren für die Bürger, um mehr öffentliche Akzeptanz beim Ausbau der Windenergie zu erlangen. Außerdem muss offen darüber gesprochen werden, wie Gewinnausschüttungen aus diesen Bereichen anteilig den betroffenen Kommunen zugutekommen, z.B. für gemeinnützige Vereine und Ehrenämter.“ Kuban ergänzte, dass auch auf EU-Ebene der kontinuierliche Ausbau erneuerbarer Energien angestrebt werde.

Zweites Thema bei dem Termin war der Vorschlag, den Landkreis Diepholz zur Wasserstoff-Region auszubauen. Wie Knoerig berichtete, hat der Landkreis bereits sein Interesse an einer Ausschreibung des Bundes bekundet. Im Mai starte das Auswahlverfahren von neun Modellprojekten hierzulande. Die Firma WestWind Energy hatte Knoerig vor dem Treffen diverse Anregungen dazu mitgeteilt. Der Abgeordnete sagte zu, sich für das regionale Wasserstoff-Konzept einzusetzen: „Neben dem Ausbau der Elektromobilität sollten wir in der Autobranche auch auf Wasserstoff und die damit betriebenen Brennstoffzellen setzten. Diese Technik lässt sich auch mit der Windenergie verbinden, indem überschüssiger Strom zur Herstellung von Wasserstoff genutzt wird.“ Kuban fügte hinzu: „Statt China bei der E-Mobilität hinterherzulaufen, sollten wir lieber eine eigenständige europäische Lösung bei Wasserstoff schaffen.“