Landwirte fühlen sich von Bundesministerin Hendricks diffamiert - Knoerig: „Entschuldigung reicht nicht aus“

Von den „Neuen Bauernregeln“ des Bundesumweltministeriums fühlen sich auch im Wahlkreis Diepholz/Nienburg viele Landwirte diffamiert. Der heimische Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig, der bei seinen Hofgesprächen in regelmäßigem Austausch mit den Bauern steht, hält dazu fest: „Die Landwirte sind sehr verärgert über diese Öffentlichkeitskampagne des SPD-geführten Bundesministeriums. Ihr Berufsstand wurde mit polemischen Sprüchen beleidigt und lächerlich gemacht. Auch wenn Ministerin Hendricks die Kampagne inzwischen zurückgezogen hat, ist der Schaden angerichtet: Das Vertrauen der Landwirtschaft in die Umweltpolitik des Bundes wurde so unnötigerweise beschädigt.“

Zur Aufklärung der missglückten Aktion hatte Knoerig bereits in der vergangenen Woche eine „Aktuelle Stunde“ im Deutschen Bundestag gefordert: „Bundesministerin Hendricks hätte sich im Plenum erklären müssen. Diese öffentliche Aussprache kam aber nicht zustande, weil die SPD ihre Zustimmung zu diesem Tagesordnungspunkt verweigert und sich kritiklos hinter die Ministerin gestellt hat. Insofern wurde die Diffamierung unserer Landwirte von der SPD keineswegs ernst genommen, sondern vielmehr einfach heruntergespielt. Das hat mir auch der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, bestätigt.“

Inzwischen habe sich Hendricks zwar entschuldigt, so Knoerig, das allerdings viel zu verhalten: „Das geht mir nicht weit genug. Hier wäre eigentlich ein Rücktritt gefordert. Doch das Umweltministerium sieht diese Kampagne sogar noch als gelungen an, weil die weitverbreitete Empörung ein großes öffentliches Interesse hervorgerufen habe. Auch wenn die geplanten Plakate mit den angeblich lustigen Sprüchen nun wegfallen, sind weiterhin ein Dialog auf einer neuen Website sowie Debatten in sozialen Medien geplant. Wollen wir hoffen, dass diese Aktionen weniger plump und verletzend für die ohnehin geplagten Landwirte ausfallen. Fest steht auf jeden Fall: Die 1,6 Millionen Euro für diese misslungene Öffentlichkeitsarbeit hätte man sinnvoller investieren können!“

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