Neues zum Wolf: Positionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Gerade in Niedersachsen sind wir betroffen von der Rückkehr der Wölfe. Viele Weidetierhalter, vor allem die Schäfer, sorgen sich um ihre Tiere. Nach aktueller Schätzung gibt es bereits 20.000 Wölfe in Europa. Die Bestände verdoppeln sich alle drei bis vier Jahre. In den Landkreisen Diepholz und Nienburg wurden schon sehr viele Sichtungen sowie Nutztierrisse gemeldet. Der CDU-Kreisverband Diepholz hat bereits mehrere Infotermine zum Thema durchgeführt, die auf großes öffentliches Interesse gestoßen sind.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat kürzlich ein neues Positionspapier zum Wolf vorgelegt. Unser Ziel ist es, die Wolfsbestände zu regulieren. Dazu brauchen wir zunächst eine realistische Bewertung der Bestände: Mit diesen Zahlen ist zu belegen, dass der Wolf längst keinen besonders strengen Schutzstatus mehr braucht. Wir wollen den Status von „streng geschützt“ auf „geschützt“ innerhalb der EU senken.

Außerdem wollen wir das deutsche Naturschutzrecht ändern. Derzeit dürfen nur verhaltensauffällige Wölfe im Einzelfall getötet werden. Wir wollen klare Bestandsgrenzen festlegen, so wie es in Schweden und Frankreich bereits gehandhabt wird. Hier soll zwischen Wolfsschutz-Gebieten und Wolfsmanagement-Gebieten unterschieden werden. Dazu gehören auch wolfsfreie Zonen wie dicht besiedelte Gebiete, denn die Sicherheit der Menschen steht immer an 1. Stelle.

Unsere Weidetierhalter sollen umfassende staatliche Hilfe bei Schutzmaßnahmen erhalten. Für die Regulierung im Schadensfall soll es bundesweit einheitliche Regeln geben.

Hier finden Sie das Positionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vom 27.11.2018.

In Sachen Wolf habe ich im November 2018 einen Brief an Bundesumweltministerin Schulze geschrieben. Darin habe ich sie auf die Zunahme der heimischen Wolfsrisse hingewiesen und Vorschläge zum Wolfsmanagement gemacht. Dabei habe ich sie auch gebeten, in Kooperation mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium das Jagdrecht zu ändern. Damit sollen die Länder sichere Handlungsanweisungen beim Wolfsmanagement erhalten. Die Bundesministerinnen Svenja Schulze und Julia Klöckner wollen sich Mitte Januar treffen: Schulze hat bereits zugesagt, das Bundesnaturschutzgesetz zu ändern. Klöckner will sich für die Bestandsregulierung einsetzen.