
Online-Talk des Diepholzer MIT-Kreisverbandes zum Iran-Krieg
Beim gestrigen Online-Talk des Diepholzer MIT-Kreisverbandes ging es um den Iran-Krieg und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf unseren Mittelstand. Als Experte berichtete mein Bundestagskollege Prof. Dr. Reza Asghari auf Einladung des MIT-Vorsitzenden Michael Gillner.
Deutlich wurde in dem Gespräch, wie abhängig viele Länder, insbesondere in Asien, in Sachen Öl von Importen aus Nahost sind. Während die EU um die 10 % von dort bezieht, importiert z.B. Japan rund 90 % aus der Region. In indirekter Folge der anhaltenden Krise verteuern sich auch bei uns viele Produkte wie etwa Düngemittel.
Als Industriestandort muss Deutschland und auch die EU - neben erneuerbaren Energien - stärker auf eigene Rohstoffe setzen, um die Grundlagen für die heimische Produktion sowie den Energiebedarf unserer Unternehmen zuverlässig abdecken zu können. Dazu müssen wir unsere Fachleute unterstützen, wie etwa die Geologen. So stehe ich im regelmäßigen Austausch mit dem Twistringer Experten Christian Masurenko. Wir müssen auch die Erdgasförderung wieder mehr in den Blick nehmen, um uns unabhängig von anderen - insbesondere korrupten und kriminellen - Regimen zu machen.
Als gebürtiger Iraner führte Prof. Asghari auch aus, wie sehr insbesondere junge Menschen aktuell dort leiden müssen, wie viele Menschen schon ermordet wurden und wie auch die Frauenrechte völlig missachtet werden. Das ist kein Regime, mit dem man Geschäfte machen darf!
Unter anderem mit den MIT-Vorstandsmitgliedern Holger Rabbe und Tim Engelmann.