
Positionierung der Arbeitnehmergruppe zur Vier-Tage-Woche
Die Diskussion um die Vier-Tage-Woche hat in ökonomischen Fachkreisen zuletzt an Fahrt aufgenommen. Es ist naheliegend, dass die Gewerkschaften das Thema aufgreifen und Forderungen formulieren. Die Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat das Modell der Vier-Tage-Woche diskutiert und ein Positionspapier beschlossen, das wir Ihnen mit der Bitte um redaktionelle Verwendung gerne zur Verfügung stellen.
Axel Knoerig, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe, betont: „Bei der Vier-Tage-Woche handelt es nicht um ein politisches Projekt, sondern um einen Trend bei Beschäftigten hin zu mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit.“ Die Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion müsse sich mit den möglichen Folgen eines solchen Wandels auseinandersetzen. Der Fachkräftemangel in vielen Branchen widerspreche einer pauschalen Reduzierung der Arbeitszeit, erfordere jedoch mehr Flexibilität, um Beruf und Familie zu vereinbaren. „Als Arbeitnehmergruppe haben wir die Belange der Beschäftigten im Blick, wissen allerdings, dass sichere Arbeitsplätze nur in erfolgreichen Unternehmen entstehen“, so Knoerig, der zudem stellvertretender CDA-Bundesvorsitzender ist.
Kernaspekte des Beschlusses der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
- Forderungen nach einer Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich passen nicht in die Zeit und werden abgelehnt
- Die Lohnfindung ist Aufgabe der Sozialpartner. Nur so kann der Vielfalt der Bedürfnisse der Beschäftigten angemessen begegnet werden
- Initiativen für mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung werden unterstützt. Diese konkret umzusetzen, ist Aufgabe von Unternehmen und Beschäftigten
- Tarifgebundene Unternehmen sind bei der flexiblen Arbeitszeitgestaltung im Vorteil, denn beide Seiten begegnen sich auf Augenhöhe und stärken die Verlässlichkeit von Betriebsvereinbarungen
- Angesichts der Transformation tragen Gewerkschaften und Betriebsräte in der Diskussion um flexiblere und tendenziell reduzierte Arbeitszeiten eine Mitverantwortung beim Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des jeweiligen Unternehmens
Das vollständige Positionspapier finden Sie HIER.