
Radwege und Abstellanlagen für Fahrräder gefördert - Gemeinde Martfeld bereits ausgewählt
Im Rahmen der neu aufgelegten „Kommunalrichtlinie“ werden viele Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs gefördert. Wie Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig mitteilt, gehört dazu auch der Neubau von Radwegen. So können Kommunen zur Errichtung von Fahrradwegen, -straßen und –schnellwegen Bundesmittel beantragen. Die Förderquote beträgt 40 Prozent (60 Prozent für finanzschwache Kommunen) bei einer Mindestzuwendung von 10.000 Euro.
„Das Bundesumweltministerium unterstützt diverse weitere Maßnahmen im Bereich der Radverkehrsinfrastruktur“, führt Knoerig weiter aus. Dazu gehören Wegweisungssysteme, Radfahrstreifen, hocheffiziente Beleuchtung für Radwege, Radabstellanlagen und Fahrradparkhäuser sowie die Umgestaltung von Radverkehrsanlagen und Knotenpunkten. „Auch Kitas, Schulen, Hochschulen, Betriebe, kulturelle Einrichtungen, Religionsgemeinschaften, Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Sportvereine können sich für verschiedene Maßnahmen bewerben“, erklärt der Abgeordnete. „Die Zuschüsse liegen bei 30 bis 40 Prozent, wobei Kitas, Schulen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Sportstätten z.T. eine um fünf Prozent erhöhte Förderquote erhalten.“
Anträge sind bis zum 31. März 2019 einzureichen. Hilfreich ist dabei der neue „Förderlotse“ auf www.klimaschutz.de/foerderlotse. Ein weiteres Antragszeitfenster für solche Klimaschutzprojekte zur nachhaltigen Mobilität ist vom 1. Juli bis zum 30. September 2019 geöffnet.
In der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen wird bereits der Bau eines neuen Radwegs über die „Kommunalrichtlinie“ gefördert. So wurden der Gemeinde Martfeld Ende 2017 Bundesmittel in Höhe von ca. 294.000 Euro (50-prozentiger Zuschuss) bewilligt. Geplant ist eine Radstrecke von Martfeld zum Ortsteil Loge. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums läuft der Projektzeitraum vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2020.
Seit Jahresanfang können sich Kommunen ferner für ein Kooperationsprogramm des Bundesumweltministeriums und der Deutschen Bahn bewerben. Im Rahmen der „Bike+Ride-Offensive“ wird der Auf- und Ausbau von Fahrradabstellanlagen in Bahnhofsnähe mit 40 Prozent vom Bund bezuschusst. Die DB AG hilft den Kommunen dabei, geeignete Standorte zu finden sowie die Anlage zu planen und zu montieren. Die freie Nutzung DB-eigener Flächen erfolgt über Gestattungsverträge. Mehr dazu steht auf www.klimaschutz.de/bikeandride.