
Rund 2,66 Mio. Euro für Arbeitsvermittlung im Landkreis Diepholz
Mit ca. 2,66 Millionen Euro wird die Arbeit des Jobcenters im Landkreis Diepholz über zwei Bundesprogramme unterstützt. Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig in einer Pressemitteilung berichtet, richten sich die beiden Modellprojekte gezielt an Langzeitarbeitslose. „Ihre Chancen auf eine Beschäftigung im allgemeinen Arbeitsmarkt sollen damit nachhaltig gefördert werden“, so der Abgeordnete, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Bereits seit 1. Juli 2015 läuft die Teilnahme des Jobcenters in Syke am „ESF-Bundesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit“. Über einen fünfjährigen Zeitraum bis zum 30. Juni 2020 stehen ca. 1,97 Millionen Euro zur Verfügung. Langjährige SGB-II-Bezieher ohne (verwertbaren) Berufsabschluss sollen durch gezielte Ansprache und Beratung von Arbeitgebern sowie Coaching nach Beschäftigungsbeginn in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Die geförderten Personen sind mindestens 35 Jahre alt und seit über zwei Jahren arbeitslos. Zur Ausgleich anfänglicher Minderleistungen erhalten die teilnehmenden Betriebe Lohnkostenzuschüsse. Auch arbeitsplatzbezogene berufliche Qualifizierungen oder der Erwerb grundlegender Kompetenzen wie Alltagsmathematik, Lesen oder Schreiben werden unterstützt. Das Programm wird mit ca. 885 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (470 Millionen) und dem SGB-II-Eingliederungstitel (415 Millionen) finanziert. Bundesweit wollen 333 Jobcenter rund 23.000 Langzeitarbeitslose vermitteln.
Im Februar dieses Jahres wurde das Jobcenter des Landkreises Diepholz außerdem in das Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ aufgenommen (s. Pressemitteilung vom 14.09.16). Bis Jahresende 2018 stehen ca. über 670.000 Euro an Bundesmitteln zur Förderung von 24 Arbeitsplätzen bereit. „Das Programm richtet sich an zwei Gruppen“, erläutert Knoerig. „Zum einen werden Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen unterstützt. Zum anderen werden Bedarfsgemeinschaften mit Kindern gefördert, damit diese die wichtige Bedeutung von Beschäftigung erfahren.“ Bezuschusst werden zusätzliche, wettbewerbsneutrale Arbeitsplätze öffentlichen Interesses. Je Arbeitsplatz steht ein Beitrag von bis zu 1370 Euro pro Monat bei 30 Wochenstunden zur Verfügung, wobei auch eine stufenweise Erhöhung der Arbeitszeit möglich ist. Insgesamt nehmen 195 Jobcenter an dem Programm teil. Für die Schaffung von ca. 20.000 Stellen gibt der Bund bis zu 750 Millionen Euro.