Sachstand bei DB angefragt: Neues zu Lärmschutzprojekten in 7 Kommunen

Zu den geplanten Lärmschutzmaßnahmen in sieben Kommunen des Landkreises Diepholz hat Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig den aktuellen Sachstand bei der Deutschen Bahn AG angefragt. Wie die neue Konzernbevollmächtigte für Bremen und Niedersachsen, Manuela Herbort, in ihrem Antwortschreiben mitteilt, wurden zwischenzeitlich die schalltechnischen Voruntersuchungen für die Streckenabschnitte in Syke und Weyhe aufgenommen. Das Bundesverkehrsministerium hatte dazu für beide Bereiche die Planungserlaubnis erteilt. „Erste Ergebnisse werden Anfang 2019 erwartet“, so Herbort. Mit der Umsetzung von Maßnahmen sei aber nicht vor dem Jahr 2022 zu rechnen.

„Durch die Einführung strengerer Grenzwerte bei der Lärmsanierung des Bundes kam es leider zwischenzeitlich zu Verzögerungen“, erklärt Knoerig. „Es wurde eine Neuberechnung für das gesamte Schienennetz notwendig.“ Im Herbst 2018 wurden daher neue Listen für die Lärmsanierungsbereiche veröffentlicht. Dabei stehen Syke und Weyhe weiterhin unter Streckenabschnitt Nr. 146 (Bremen-Osnabrück) bei den „in Bearbeitung befindlichen Bereichen“. Die beiden Teilstrecken sind zehn (Syke) bzw. 7,9 km (Weyhe) lang.

Auch die Kommunen Barnstorf, Bassum und Twistringen stehen auf dieser Liste mit dem neuen Status „in Bearbeitung“. Laut Antwortschreiben der Konzernbevollmächtigten wurde auf Antrag der DB Netz AG der Abschnitt 152 Barnstorf-Dreeke bis Bassum-Bramstedt (14,1 km Gesamtlänge) inzwischen zur Planung freigegeben. Für den Abschnitt 151 Stemwede-Drebber, der auf einer Länge von 15,5 km durch die Kommunen Barnstorf, Diepholz und Lemförde geht, sei bislang noch keine Planungsfreigabe erteilt. „Die Deutsche Bahn in Hannover hatte schon im letzten Jahr angekündigt, dass diese beiden Streckenabschnitte nacheinander abgearbeitet werden“, erläutert der Abgeordnete dazu.

Das Lärmsanierungsprogramm für Maßnahmen an Schienenwegen ist eine freiwillige Initiative des Bundes, der hierfür jährlich auf 150 Millionen Euro bereitstellt. In Kooperation mit der Deutschen Bahn ist die Sanierung von 3.700 Kilometern Strecke vorgesehen, wovon ca. 43 Prozent fertiggestellt sind. Die Gesamtkosten werden auf ca. 2,5 Milliarden Euro geschätzt. „Bevorzugt ausgewählt werden Gebiete mit besonders hoher Lärmbelastung und vielen Anwohnern“, so Knoerig abschließend.