Schreiben von Bundesgesundheitsminister: Spahn sichert Unterstützung für Krebsberatungsstelle Barnstorf zu

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig hat ein Schreiben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erhalten. Darin geht es um die Sicherstellung der Weiterfinanzierung der ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen. Zu den 18 von der Deutschen Krebshilfe geförderten Einrichtungen gehört auch die IGEL-Krebsberatungsstelle im Mehrgenerationenhaus Barnstorf. Spahns Schreiben ist die Antwort auf Knoerigs Bitte an den vormaligen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, sich bei seinem Nachfolger für eine dauerhafte Förderung der Beratungsstellen einzusetzen.

Spahn versichert dazu: „Unser Ziel ist und bleibt die Sicherstellung einer bedarfsgerechten, qualitätsgesicherten und nachhaltig finanzierten ambulanten psychosozialen Krebsberatung und die Erhaltung bewährter Strukturen und Angebote.“ Um dabei zügig zu einer Lösung zu kommen, laufen dem Bundesminister zufolge zwei entscheidungsweisende Prozesse gleichzeitig: So hat das Gesundheitsministerium eine Bestandsaufnahme und Analyse der psychoonkologischen Versorgung in Deutschland beauftragt, deren Ergebnisse voraussichtlich noch in diesem Jahr erwartet werden. Zugleich erarbeiten Sachverständige einer Arbeitsgruppe im Rahmen des Nationalen Krebsplans Empfehlungen für Qualitätskriterien für eine angemessene psychosoziale Krebsberatung und beraten danach mögliche Finanzierungsmodelle. Sobald diese Analysen und Empfehlungen vorliegen, werde über die künftige Ausgestaltung der psychoonkologischen Versorgung entschieden, so der Minister.

„Die Krebsberatungsstelle in Barnstorf hat eine hohe Bedeutung in unserer Region“, so Knoerig, der bereits den IGEL-Vorstand über Spahns Schreiben informiert hat. „Außerdem ist sie die einzige von der Deutschen Krebshilfe geförderte Einrichtung im ländlichen Raum. Deshalb brauchen alle Beteiligten so schnell wie möglich Planungssicherheit, um dieses wichtige Angebot für die Betroffenen und ihre Angehörigen aufrechtzuerhalten.“ Aus diesem Grund hatte Knoerig im letzten Sommer Spahns Vorgänger Hermann Gröhe zu einem Termin in Barnstorf eingeladen. Er verweist auf Spahns schriftliche Zusicherung, dass „wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen werden.“

Die Barnstorfer Krebsberatungsstelle ist seit 2009 im Förderprogramm der Deutschen Krebshilfe. Da ab 2015 die Mittel reduziert wurden, hat der Landkreis ungedeckte Sach-/Personalkosten bis 2017 übernommen. Laut Kreistagsbeschluss vom 18.12.17 wird die Einrichtung auch in 2018 und 2019 bezuschusst, solange die Deutsche Krebshilfe ihre Überbrückungsfinanzierung fortsetzt bzw. bis die finanzielle Regelversorgung über die Krankenkassen steht.