Selbstständige, Kleinunternehmer, Künstler mit 2.000 Euro im Monat stärken

Knoerig stellt Idee für „Brückenhilfe“ im Bundestag vor

In seiner jüngsten Bundestagsrede hat der heimische CDU-Abgeordnete Axel Knoerig seine Idee für eine „Brückenhilfe“ vorgestellt: Um Unternehmern in der Krise ein existenzsicherndes Minimum zu garantieren, sollten sie bis zu 2.000 Euro pro Monat erhalten, solange ihr Gewerbe durch Corona-Maßnahmen eingeschränkt sei. „Keine staatliche Stütze, sondern ein Kredit, der über die KfW abgesichert würde“, erklärte der Wirtschaftspolitiker. „Jeder Kleinunternehmer, Selbstständige und Künstler, der 2018 und 2019 Einkommensteuer gezahlt hat, hätte Anspruch darauf.“

Die Rückzahlung könnte, ohne viel bürokratischen Aufwand, über das Finanzamt durch einen Aufschlag auf die Einkommensteuer erfolgen und so zuverlässig getilgt werden. „Dies wäre ein Weg, wie wir einerseits den Selbstständigen helfen können und sie andererseits gleichzeitig in ihrem unternehmerischen Selbstverständnis stärken“, so Knoerig. Denn viele Unternehmer nehmen Grundsicherung oder Arbeitslosengeld nur zögerlich oder gar nicht in Anspruch, weil es ihrem Selbstverständnis widerspricht.

Der Abgeordnete hob in seinen Ausführungen hervor, dass der häufig in diesem Zusammenhang verwandte Begriff „Unternehmerlohn“ missverständlich sei, da er weder den Status der Selbstständigkeit noch die Risikogebundenheit des Unternehmertums abbilde. „Unternehmer erhalten keinen Lohn, sie sind keine Lohnarbeiter und sie müssen dennoch von etwas leben, wenn der Staat ihnen den Laden dicht machen muss“, stellte er fest. Seinen Vorschlag für die „Brückenhilfe“ habe er bereits dem Bundeswirtschaftsminister zur Prüfung vorgelegt.

In der Rede zu den „Pandemiebedingten Wirtschaftshilfen für Unternehmen“ gab Knoerig auch einen Überblick über die bisher erfolgten Förderprogramme des Bundes sowie einen Ausblick auf die nächsten Monate: „Das Konjunkturpaket hat für ein Wachstum von 1,3 Prozent gesorgt. Die Finanzhilfen als Kredite und Zuschüsse bringen Liquidität in die Unternehmen. 35 Milliarden Euro stehen in diesem Jahr als allgemeine Corona-Hilfen bereit, dazu kommen weitere 40 Milliarden Euro für die Überbrückungshilfen III.“

Die ganze Rede hier abrufen: https://bit.ly/3bWZyNU

Foto: Hans Christian Plambeck

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