THW gestärkt − mit hohen Finanzmitteln und 2.000 Bufdis

Auch in 2019 wird es erhöhte Bundesmittel für das Technische Hilfswerk mit seinen über 80.000 Mitgliedern (davon 10.000 im Landesverband Bremen/Niedersachsen) geben. Das teilt der Vorsitzende der Landeshelfervereinigung, Axel Knoerig MdB, mit. So wurden bereits in diesem Jahr die Gesamtmittel für die Aufwandsentschädigungen auf 3,2 Millionen Euro angehoben, um den Ehrenamtlichen bis zu 800 Euro pro Jahr für ihre Aufwendungen zu erstatten. „Dies soll auf gleichem Niveau in 2019 fortgesetzt werden, ebenso wie die erhöhten Mittel für die Kampagne zur Nachwuchsförderung im Umfang von drei Millionen Euro“, erklärt Knoerig. „Dazu kommen erhöhte Zuschüsse für die THW-Bundesvereinigung und die THW-Jugend.“

Neu aufgelegt wird ein dreijähriges Sanierungsprogramm für THW-Unterkünfte in Höhe von fast 40 Millionen Euro. Darüber hinaus werden fünf Millionen Euro für 100 Notstromaggregate in den Ortsverbänden bereitgestellt, um bei einer Störung eine flächendeckende Versorgung kritischer Infrastrukturen zu sichern. Eingeplant ist ferner ein neues UN-Trainingscenter in der THW-Bundesschule in Neuhausen (Baden-Württemberg) mit Mitteln von 2,4 Millionen Euro einschließlich Übungen/Lehrgängen.

„Insgesamt wurde das THW-Budget in 2018 um fast zwölf Millionen auf 255 Millionen Euro aufgestockt. In 2019 wird es um weitere 14 Millionen erhöht und zwar auf 269 Millionen Euro“, so der Vorsitzende. „Damit setzen wir die kontinuierliche Stärkung der Ehren- und Hauptamtlichen fort: In 2015 wurde bereits ein dreijähriges Bau- und Sanierungsprogramm für marode THW-Unterkünfte mit 27 Millionen Euro aufgelegt. In 2016 wurden die Mittel für die Ortsverbände um acht Millionen Euro dauerhaft erhöht. Und in 2017 startete das Fahrzeugprogramm mit 100 Millionen Euro bis 2023.“

Auch das hauptamtliche Personal wurde zur Entlastung der Ehrenamtlichen massiv aufgestockt: Nachdem in 2016/2017 schon 358 zusätzliche Stellen geschaffen wurden, kommen in 2018/2019 weitere 135 dazu. Die Aufgabenschwerpunkte liegen in der Koordinierung der Einsatzkräfte, dem Liegenschaftsmanagement und der IT-Sicherheit. Knoerig ergänzt: „Außerdem wurden mit dem jetzt auslaufenden Stellenhebungsprogramm mehrfach zusätzliche Beförderungsmöglichkeiten geschaffen.“

Zur Stärkung des Ehrenamtes werden zudem 2.000 dauerhafte Plätze für den Bundesfreiwilligendienst im THW geschaffen. Für die Ausbildung und Betreuung der sog. Bufdis werden extra 299 hauptamtliche Stellen eingerichtet. „Das THW hat gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Bufdis u.a. in Regionalstellen und Ausbildungszentren gemacht“, so Knoerig. „Nun sollen sie auch in interessierten Ortsverbänden eingesetzt werden, um die Ehrenamtlichen bei verschiedenen Aufgaben, wie Verwaltung, Vorbereitung von Veranstaltungen oder Unterstützung von Übungen und Einsätzen, zu entlasten. Wir hoffen, dass viele Bufdis auch nach dem Freiwilligenjahr dem THW langfristig erhalten bleiben. Derzeit werden die Rahmenbedingungen für diesen Bundesfreiwilligendienst, den grundsätzlich jeder nach der Pflichtschulzeit leisten kann, erarbeitet.“

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