Wasserstoff-Tankstelle Stuhr seit 2 Jahren am Netz

Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig informiert sich vor Ort

Seit zwei Jahren können Fahrer von Elektroautos mit Brennstoffzelle an der Shell Tankstelle Moordeicher Landstraße in Stuhr Wasserstoff (H2) tanken. Der Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig (Wahlkreis Diepholz-Nienburg) informierte sich nun vor Ort über die Aussichten der Wasserstoff-Wirtschaft in Land und Bund.

Die Tankstelle war im August 2018 durch Shell und den Bauherren und Betreiber H2 Mobility eröffnet worden. Der Standort war gewählt worden, weil er verkehrsgünstig in der Nähe des Autobahn-Dreiecks Stuhr, nur 200 Meter von der Auffahrt zur A 28 entfernt liegt. „Er ist also für Autofahrer aus dem Umkreis ebenso attraktiv wie für Fernreisende“, erklärt Frank Belmer, bei Shell zuständig für den Betrieb der Wasserstoff-Tankstellen in Europa.

Wasserstoff dient der Betankung von Elektro-Fahrzeugen mit Brennstoffzelle. Ihre Vorteile: Kein Lärm, keine Schadstoffe, aber gleiche Nutzung, Geschwindigkeit und Reichweite wie bei Pkw mit Otto- oder Dieselmotor. Wasserstoff-Fahrzeuge haben Reichweiten von 500 bis 700 Kilometern und tanken in nur drei Minuten. 

Es bietet die Möglichkeit, das Kraftstoffangebot im Verkehrssektor klimafreundlich zu erweitern: Denn mithilfe von Wasserstoff, der mit erneuerbarer Energie erzeugt wird, lassen sich klimaschädliche CO2-Emissionen deutlich senken. 

Das Netz von Stationen, an denen Brennstoffzellen-Fahrzeuge Wasserstoff tanken können, wird immer dichter: Derzeit gibt es 85 solcher Tankstellen in Deutschland, zum Beispiel auch in Bremen, Osnabrück, Hannover und Hamburg; Anlagen in Braunschweig, Oldenburg und Bremerhaven sollen in 2020/21 in Betrieb gehen. 

Wasserstoff-Mobilität ist derzeit im Aufbau. Derzeit tanken monatlich noch rund 30 Fahrzeuge an der Tankstelle in Stuhr auf. Nach Ansicht von Shell dürfte sich die Brennstoffzellen-Technologie in Zukunft jedoch vor allem bei Langstreckenfahrern, Flottenkunden sowie Nutzfahrzeugen und künftig auch bei LKW als klimafreundlicher Antrieb durchsetzen. Gemeinsam mit MAN arbeitet Shell als Vorreiter bereits an Lösungen, um eine Lösung für LKW an Tankstellen zu entwickeln.

In der Rheinland Raffinerie der Shell errichtet Shell derzeit eine Wasserstoff-Elektrolyse. Sie bietet die Möglichkeit, auch aus erneuerbaren Energien Wasserstoff herzustellen. 

Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig (CDU) äußerte sich positiv über den Einsatz von Wasserstoff in Mobilität und Energiewirtschaft: „Wasserstoff besitzt ein großes Potenzial für ein klimaneutrales Energiesystem der Zukunft. Aus erneuerbarem Strom gewonnen, kann er als wichtiger Energieträger und Langzeitspeicher im Verkehrs-, Wärme- und Industriesektor dienen und  zu einem Schlüsselelement für die Energie- und Verkehrswende werden. Ich freue mich, dass die Bundesregierung diesen Energieträger durch die Nationale Wasserstoff-Strategie unterstützt – diese Strategie haben wir vor genau zwei Monaten vorgestellt.“

An dem Termin nahmen u.a. auch Ralph Ahrens (Vors. CDU Stuhr), Frank Schröder (Fraktionsvors.) und Kreistagsmitglied Finn Kortkamp teil.

Bild oben: Axel Knoerig MdB mit Frank Belmer von Shell und Volker Robens, Geschäftsführer des Autohofs Groß Mackenstedt

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